Nagelfräser richtig pflegen: 7 Regeln für eine lange Lebensdauer von Handstück und Gerät

Ein Nagelfräser ist im Studio täglich hohen Belastungen ausgesetzt. Hohe Drehzahlen, feiner Nagelstaub, häufige Fräserwechsel und lange Arbeitstage können das Handstück, die Spannzange, die Lager und das Kabel mit der Zeit beanspruchen.

Für die richtige Pflege benötigen Sie jedoch nur wenige Minuten am Tag. Mit einigen einfachen Gewohnheiten können Sie Verschmutzungen reduzieren, vorzeitigem Verschleiß vorbeugen und eine zuverlässige Funktion des Geräts unterstützen.

Hier finden Sie sieben wichtige Regeln für den täglichen Umgang mit Ihrem Nagelfräser.

Transportstift im Handstück eines Nagelfräsers.

1. Lassen Sie das Handstück nicht leer

Schalten Sie das Gerät nach der Arbeit aus und warten Sie, bis es vollständig zum Stillstand gekommen ist. Setzen Sie anschließend den mitgelieferten Transportstift beziehungsweise Blindstift in das Handstück ein.

Der Transportstift schützt den Spannmechanismus und reduziert das Eindringen von Staub. Gleichzeitig wird das Handstück in der vom Hersteller vorgesehenen Position aufbewahrt.

Verwenden Sie ausschließlich den passenden Transportstift und beachten Sie immer die Bedienungsanleitung Ihres Gerätemodells.

Handstück eines Nagelfräsers von Nagelstaub reinigen.

2. Nehmen Sie sich täglich einige Minuten für die Reinigung

Feiner Nagelstaub gehört zu den häufigsten Belastungen für einen Nagelfräser. Er setzt sich auf dem Gehäuse ab, sammelt sich an den Lüftungsöffnungen und kann in den Bereich der Spannzange gelangen.

Nach jedem Arbeitstag empfehlen wir:

  • das Gerät vom Stromnetz zu trennen;
  • Handstück und Steuergerät mit einem weichen Tuch abzuwischen;
  • die Lüftungsöffnungen zu kontrollieren;
  • Staub vorsichtig mit einem weichen Pinsel zu entfernen;
  • den Bereich der Spannzange vor jedem Fräserwechsel zu reinigen;
  • Handstück und Kabel auf sichtbare Beschädigungen zu prüfen.

Verwenden Sie keine spitzen Metallgegenstände, aggressiven Reinigungsmittel oder übermäßig viel Flüssigkeit. Öffnen Sie das Handstück nicht selbst, sofern dies laut Herstelleranleitung nicht ausdrücklich vorgesehen ist.

Die tägliche Reinigung dauert nur wenige Minuten, kann aber die Menge an Staub deutlich reduzieren, die sich langfristig im Gerät ansammelt.

  • Verwenden Sie eine leistungsfähige Staubabsaugung

    Je weniger Staub in der Luft und auf dem Arbeitstisch verbleibt, desto weniger kann sich auf dem Gerät absetzen oder in das Handstück gelangen.

    Eine professionelle Nagelstaubabsaugung verbessert den Komfort für Kundinnen und Studiofachkräfte, hält den Arbeitsplatz sauberer und reduziert die Staubbelastung der Geräte. Auch wenn keine Absaugung hundert Prozent des Staubs erfasst, wird der Unterschied bei regelmäßiger Nutzung deutlich sichtbar.

    Reinigen Sie die Absaugung regelmäßig und wechseln Sie Filter oder Staubbeutel entsprechend den Herstellerangaben.

Nagelstaubabsaugung entfernt Staub während der Arbeit.
Spannmechanismus des Handstücks in Nahaufnahme.

3. Schließen Sie die Spannzange vollständig

Kontrollieren Sie nach jedem Fräserwechsel, ob der Spannmechanismus vollständig geschlossen ist. Der Fräser muss gerade, ausreichend tief und ohne spürbares Spiel eingesetzt sein.

Eine nicht vollständig geschlossene Spannzange kann Vibrationen, einen instabilen Lauf und eine zusätzliche Belastung des Handstücks verursachen.

Öffnen oder schließen Sie den Spannmechanismus niemals während der Fräser rotiert. Lassen Sie das Gerät zuerst vollständig zum Stillstand kommen.

Handstück sicher in der Halterung.

4. Legen Sie das Handstück in die Halterung

Lassen Sie das Handstück nicht lose auf dem Tisch oder an der Tischkante liegen. Verwenden Sie die dafür vorgesehene Halterung.

Dadurch:

  • sinkt das Risiko eines versehentlichen Sturzes;
  • wird das Gehäuse besser geschützt;
  • wird unnötiger Zug am Kabel vermieden;
  • bleibt der Arbeitsplatz übersichtlich.

Stellen Sie vorher sicher, dass das Gerät ausgeschaltet und vollständig zum Stillstand gekommen ist.

Kabel locker und ohne Knicke abgelegt.

5. Schützen Sie Handstück und Kabel

Ein Sturz kann nicht nur Kratzer verursachen. Ein harter Stoß kann auch Lager, Welle oder Rundlauf des Handstücks beeinträchtigen.

Gehen Sie ebenso vorsichtig mit dem Kabel um. Knicken Sie es nicht am Übergang zum Handstück, ziehen Sie beim Ausstecken nicht am Kabel und wickeln Sie es nicht straff um das Steuergerät.

Bewahren Sie das Kabel locker und ohne scharfe Knicke auf. So vermeiden Sie unnötige Belastungen und unterstützen eine zuverlässige Verbindung.

Ein gerader und ein verbogener Fräser im Vergleich.

6. Verwenden Sie nur einwandfreie Fräser

Verbogene, beschädigte oder stark abgenutzte Fräser können einen unrunden Lauf und starke Vibrationen verursachen. Dadurch werden Lager, Welle und Spannmechanismus zusätzlich belastet.

Prüfen Sie vor dem Einsetzen:

  • ob der Schaft gerade ist;
  • ob die Arbeitsfläche unbeschädigt ist;
  • ob der Fräser ruhig und ohne Vibrationen läuft;
  • ob der Schaftdurchmesser zum Handstück passt.

Wenn während der Arbeit ungewöhnliche Vibrationen auftreten, stoppen Sie das Gerät und kontrollieren Sie den Fräser. Arbeiten Sie erst weiter, nachdem die Ursache geklärt wurde.

Fräserverpackung mit Angabe der maximalen Drehzahl.

7. Beachten Sie die empfohlene Drehzahl

Jeder Fräser ist für eine bestimmte maximale Drehzahl ausgelegt. Diese hängt unter anderem von Durchmesser, Material, Form und Anwendungsbereich ab.

Überschreiten Sie niemals die vom Fräserhersteller angegebene Höchstdrehzahl. Eine zu hohe Geschwindigkeit kann Fräser und Handstück zusätzlich belasten und unerwünschte Vibrationen verursachen.

Berücksichtigen Sie bei der Einstellung:

  • die Herstellerangaben des Fräsers;
  • die jeweilige Anwendung;
  • Form und Durchmesser des Fräsers;
  • die technischen Daten des Geräts.

Nur weil ein Nagelfräser eine hohe Maximalleistung bietet, sollte nicht jeder Aufsatz mit der höchsten Drehzahl verwendet werden.